Soziolinguistische Landschaften: Dänemark, Kopenhagen – Christianshavn. Von Petra Daryai-Hansen

Textfeld:  Ich lebe in Kopenhagen, der Hauptstadt von Dänemark, in einem Stadtviertel, das im Zentrum von Kopenhagen liegt: Christianshavn.

Hier befindet sich u.a. das dänische Außenministerium. Christianshavn ist von Wasser umgeben: auf der einen Seite liegt der Hafen, auf der anderen Seite eine Wallanlage und mittendrin ein Kanalsystem. Im Christianshavner Stadtbild werden die starken sprachlichen Hierarchisierungen in Dänemark deutlich. Englisch ist die selbstverständliche erste Fremdsprache in Dänemark, die so omnipräsent ist, dass sie eigentlich den Charakter einer Zweitsprache hat. Das Englische wird neben dem Dänischen oder auch anstelle von dem Dänischen verwendet, z.B. am Außenministerium, auf Straßenschildern, in Cafés und im Kulturleben.

Im Rahmen dieser sogenannten dänisch-englischen “Parallelsprachlichkeit” werden alle anderen Sprachen exkludiert, hier auch Minoritäts- und Migrantensprachen.    

Andere Sprachen finden sich im Stadtbild äußerst selten. Französisch wird, so wie auch in anderen Ländern, in der Gastronomie verwendet (man beachte jedoch, dass im Dänischen “à” mit accent aigu geschrieben wird).

Zudem habe ich Deutsch in einer Beschilderung für Segler gefunden. Es gibt auf Christianshavn viele Segler aus Deutschland, Schweden und Norwegen. Die anderen skandinavischen Sprachen werden auf diesem Schild jedoch nicht verwendet.

 

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